Unsere Systemlösungen
Fluchtweg- und Sicherheitsbeleuchtung
Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Wenn das Licht ausgeht, müssen Fluchtwege erkennbar bleiben, Rettungszeichen leuchten und Panik vermieden werden. Sicherheitsbeleuchtungsanlagen sind in Schulen, Krankenhäusern, Einkaufszentren, Bürogebäuden und Industriehallen rechtlich vorgeschrieben und im Schadenfall haftungsrelevant. Steurer plant, liefert und betreut komplette Systeme – normgerecht, aus einer Hand und auf die jeweilige Gebäudesituation zugeschnitten.
Ob zentrale Batterieversorgungsanlage für große Objekte oder dezentrale Einzelbatterieleuchtensysteme für kleinere Einheiten: Steurer übernimmt die Auslegung, Montage und die laufende Wartung mit revisionssicherer Dokumentation. Damit sind Betreiber bei Begehungen, Prüfungen und im Ernstfall auf der sicheren Seite.

Warum macht eine durchdachte Sicherheitsbeleuchtung den Unterschied?
Die Anforderungen an Sicherheitsbeleuchtungsanlagen sind in den vergangenen Jahren gestiegen. DIN EN 1838, DIN EN 50172 und DIN VDE 0108-100 definieren nicht nur die technischen Mindestanforderungen, sondern auch die Prüf- und Dokumentationspflichten für Betreiber. Wer diesen Pflichten nicht nachkommt, riskiert bei einem Schadensereignis erhebliche Haftungsfolgen – auch dann, wenn die Anlage zum Zeitpunkt des Vorfalls funktioniert hätte.
Hinzu kommt: Viele Defekte an Sicherheitsbeleuchtungsanlagen entstehen schleichend. Alternde Akkus verlieren ihre Kapazität, ohne dass dies im laufenden Betrieb sichtbar wird. Erst der automatische Selbsttest deckt Schwächen auf – oder, im schlimmsten Fall, der echte Netzausfall. Eine professionell ausgelegte, regelmäßig gewartete Anlage verhindert genau dieses Szenario.
Typische Fragen, mit denen Betreiber zu Steurer kommen: Welche Systemvariante ist für mein Gebäude normgerecht und wirtschaftlich? Wie lange ist die vorgeschriebene Notbetriebsdauer für meinen Gebäudetyp? Wer übernimmt die lückenlose Dokumentation und stellt die Prüfprotokolle bereit? Und: Was passiert, wenn bei einer Begehung Mängel festgestellt werden?

Systeme, die Steurer für Sicherheitsbeleuchtung einsetzt
Zentrale Batterieversorgungsanlagen (BSV/ZSV)
Bei Gebäuden mittlerer bis großer Größe empfiehlt sich eine zentrale Batterieversorgungsanlage. Sie versorgt alle angeschlossenen Sicherheitsleuchten aus einer zentralen Batterieeinheit, überwacht den Systemzustand kontinuierlich und dokumentiert Prüfergebnisse automatisch. Steurer plant und liefert BSV-Systeme nach DIN VDE 0108-100, dimensioniert für die geforderte Überbrückungszeit von einer oder drei Stunden, und stellt die Anbindung an die Gebäudeleittechnik sicher.
Dezentrale Einzelbatteriesysteme
Für kleinere Objekte, Nachrüstsituationen oder Gebäude mit verteilten Erschließungszonen bieten sich Einzelbatterieleuchten an. Jede Leuchte enthält ihren eigenen Akku und überwacht sich selbst. Steurer liefert und montiert diese Systeme und integriert sie in das Prüf- und Dokumentationskonzept des Gebäudes, sodass Betreiber den Nachweis der Prüfpflichten jederzeit erbringen können.
Rettungszeichenleuchten und Antipanikbeleuchtung
Rettungszeichen müssen auch bei Netzausfall erkennbar leuchten. Steurer liefert normgerechte Leuchten für Fluchtwegkennzeichnung und Antipanikbeleuchtung, aufeinander abgestimmt mit der Zentraleinheit oder als autarke Variante. Die Anordnung und Schaltung erfolgt nach den Evakuierungsplänen des Gebäudes und unter Berücksichtigung der Mindestbeleuchtungsstärken nach DIN EN 1838.
Ersatzteile und Akkutausch
Akkus für Sicherheitsbeleuchtungsanlagen haben eine begrenzte Lebensdauer. Steurer hält Ersatzakkus für gängige Systemfamilien ab Lager vor und führt den Austausch fachgerecht durch – inklusive erneutem Funktionstest und Dokumentation im Betriebsbuch.

Was Steurer konkret für Sicherheitsbeleuchtung leistet
Normkonforme Planung und Systemauslegung
Steurer legt Sicherheitsbeleuchtungsanlagen auf Basis der geltenden Normen und der baulichen Gegebenheiten des jeweiligen Objekts aus. Das umfasst die Berechnung der Beleuchtungsstärken, die Auswahl der Systemvariante, die Dimensionierung der Batteriekapazität und die Koordination mit anderen sicherheitstechnischen Gewerken. Betreiber erhalten eine Anlage, die bei Abnahmen und behördlichen Begehungen standhält – nicht nur technisch, sondern auch dokumentarisch.
Revisionssichere Dokumentation
Die DIN VDE 0108-100 schreibt eine lückenlose Dokumentation aller Prüfungen, Wartungen und Mängelbeseitigungen vor. Steurer liefert Prüfprotokolle, Anlagenbücher und Wartungsnachweise im jeweils geforderten Format und stellt sicher, dass Betreiber bei Prüfungen und Begehungen jederzeit vollständig auskunftsfähig sind.
Jahreswartung und Langzeitkapazitätstest
Die jährliche Prüfung nach DIN VDE 0108-100 inklusive Langzeitkapazitätstest ist für Betreiber Pflicht, nicht Kür. Steurer übernimmt diese Wartung als eigenständige Serviceleistung oder im Rahmen eines Wartungsvertrags – mit festen Terminen, klaren Zuständigkeiten und vollständiger Protokollierung.
Herstellerunabhängige Betreuung
Steurer ist nicht an einen einzelnen Hersteller gebunden. Das bedeutet, dass auch bestehende Anlagen anderer Fabrikate betreut, gewartet und modernisiert werden können. Für viele Betreiber mit gewachsenen oder heterogenen Anlagenstrukturen ist das ein entscheidender Vorteil.
Langfristige Ersatzteilsicherheit
Sicherheitsbeleuchtungsanlagen werden über zehn bis zwanzig Jahre betrieben. Steurer sichert dauerhaften Zugang zu Ersatzteilen für gängige Systemfamilien und stellt sicher, dass eine Anlage auch dann noch fachgerecht gewartet werden kann, wenn der Originalhersteller Teile abgekündigt hat.
Wo unsere Lösungen im Einsatz sind
Sicherheitsbeleuchtung ist in nahezu allen gewerblichen, öffentlichen und industriellen Gebäuden vorgeschrieben. Steurer betreut Anlagen in folgenden Bereichen:
Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen – mit besonders strengen Anforderungen an Umschaltzeiten und Dokumentation, Schulen und Bildungseinrichtungen, Einkaufszentren und Einzelhandel, Industriehallen und Produktionsbetriebe, Bürogebäude und Verwaltungsbauten, Tiefgaragen und Parkhäuser sowie Wohngebäude mit zentralem Fluchtwegkonzept.

Branchenlösungen
Wo unsere Lösungen im Einsatz sind
Anforderungen an Netzersatz und USV unterscheiden sich von Branche zu Branche deutlich. Ein Krankenhaus benötigt andere Umschaltzeiten als ein Logistikzentrum, ein Netzbetreiber andere Pufferzeiten als eine Wohnimmobilie. Steurer legt jedes System auf seinen tatsächlichen Einsatzort aus. Für die wichtigsten Branchen gibt es eigene Beratungsseiten mit weiterführenden Informationen:
Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen
Operationssäle, Intensivstationen und bildgebende Diagnostik dürfen nicht ausfallen. Die DIN VDE 0100-710 schreibt für Bereiche der Gruppe 2 Umschaltzeiten unter 0,5 Sekunden vor. Steurer plant USV-Systeme und Netzersatzlösungen, die diese Anforderungen normkonform und revisionssicher erfüllen.
Stadtwerke und Energieversorger
Schwarzstartfähigkeit, Schaltanlagenpufferung und Versorgung von Leitstellen stellen besondere Anforderungen. Steurer liefert robuste Industriebatterien, USV-Systeme für Fernwirktechnik und unterstützt bei Ausschreibungen sowie Projektierung.
Industrie und Produktion
Bei automatisierten Fertigungslinien führt jeder Stromausfall zu Anlagenstillstand, Ausschuss und teurem Wiederanfahren. Eine geordnete Abschaltung über USV plus passende Pufferzeit schützt Maschinen, Werkstücke und Termintreue. Steurer legt diese Systeme auf das tatsächliche Lastprofil aus.
Wohnbaugesellschaften und Hausverwaltungen
In Gemeinschaftsgebäuden geht es um Sicherheitsbeleuchtung, Tiefgaragenversorgung und Aufzugsabsicherung. Steurer bietet hier Komplettlösungen mit Wartung aus einer Hand und Mietoptionen für kleinere Budgets.
Logistik, Bau und Fuhrparks
Wo Gabelstapler, Baugeräte und Wechselstationen zuverlässig Energie brauchen, sind passende Lade- und Pufferlösungen entscheidend. Steurer liefert flexibel und regional betreut, auch im Mietmodell.
Für jeden fall das richtige
Was Steurer konkret für Netzersatz und USV leistet
Langfristige Ersatzteilsicherheit
Industrieanlagen werden über zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre betrieben. Steurer hält Ersatzteile auch dann noch vor, wenn der Originalhersteller den Markt längst verlassen hat. Das gilt für USV-Anlagen ebenso wie für die zugehörigen Industriebatterien und Gleichrichter.
Systemverantwortung statt Komponentenhandel
Steurer verkauft keine Einzelgeräte, sondern verantwortet die Funktion des Gesamtsystems. Das schließt Schnittstellen zur Gebäudeleittechnik, zum Netzanschluss und zu vorhandenen Anlagen ausdrücklich ein. Ein Ansprechpartner für Planung, Lieferung, Installation und Service spart Zeit und vermeidet Verantwortungslücken zwischen Gewerken.
Eigene Service- und Prüftechnik
Belastungswiderstände, elektronische Lasten und Torkel-Prüfgeräte sind bei Steurer Kerngeschäft, nicht Zubehör. Batteriekapazitäten werden unter realer Last gemessen. Schwächen werden erkannt, bevor sie im Ernstfall sichtbar werden, und vor allem bevor sie dokumentationspflichtig auffallen.
Herstellerunabhängige Auswahl
Steurer ist nicht auf eine Marke festgelegt. Welche Komponenten in das System einziehen, entscheidet die technische Anforderung und nicht der Vertriebskatalog eines einzelnen Lieferanten. So entstehen Lösungen, die für den jeweiligen Einsatzfall wirtschaftlich und technisch passen.
Mietlösungen für Übergangs- und Sonderfälle
Während einer Sanierung, einer Großveranstaltung oder bis zur Neuinstallation stellt Steurer mobile USV- und Netzersatzeinheiten zur Verfügung. Kurzfristig verfügbar, regional betreut, mit klar kalkulierter Mietkondition.
FAQ
Fragen und Antworten
Die zentralen Bezugsnormen sind die DIN EN 1838 für die lichttechnischen Anforderungen, die DIN EN 50172 (identisch mit DIN VDE 0108-100) für die Planung, Errichtung und Prüfung sowie die DIN VDE 0100-718 für Veranstaltungsstätten. Hinzu kommen Landesbauordnungen und Sonderbauvorschriften je nach Gebäudetyp und Nutzung. Steurer berät bei der normkonformen Auslegung und stellt sicher, dass alle gelieferten Systeme revisionssicher dokumentiert sind.
Bei einer zentralen Batterieversorgungsanlage (BSV oder ZSV) werden alle Leuchten aus einer zentralen Batterie gespeist. Das erlaubt eine einheitliche Überwachung, einfache Prüfung und wirtschaftliche Batteriehaltung bei vielen Leuchten. Beim Einzelbatteriesystem hat jede Leuchte ihren eigenen Akku. Das ist bei kleineren Objekten und Nachrüstsituationen oft die praktischere Variante. Steurer berät bei der Wahl der richtigen Systemvariante für das jeweilige Objekt.
DIN VDE 0108-100 schreibt tägliche Sichtkontrollen, monatliche Kurztests und eine jährliche Prüfung inklusive Langzeitkapazitätstest vor. Viele Anlagen führen die monatlichen Kurztests automatisch durch. Die jährliche Prüfung muss durch eine qualifizierte Fachkraft erfolgen und vollständig dokumentiert werden. Fehlt diese Dokumentation, kann das bei einer behördlichen Begehung oder im Schadenfall zum Haftungsrisiko für den Betreiber werden.
Ja. Steurer ist nicht herstellergebunden und betreut Anlagen verschiedener Fabrikate. Bei sehr alten oder undokumentierten Anlagen führt Steurer zunächst eine Bestandsaufnahme durch und empfiehlt auf dieser Basis Wartungs- oder Modernisierungsmaßnahmen. Ziel ist immer eine Anlage, die den aktuellen Normen entspricht und lückenlos dokumentiert ist.
Mängel an sicherheitstechnischen Anlagen müssen dokumentiert und innerhalb einer angemessenen Frist behoben werden. Bleiben sie offen, begründen sie eine Haftung für den Betreiber, auch wenn kein Schadensereignis eingetreten ist. Steurer unterstützt bei der Mängelbeseitigung, dem erneutem Funktionstest und der revisionssicheren Dokumentation der Maßnahme.

