Unsere Systemlösungen

Batteriespeicher (BESS)

Batteriespeichersysteme sind längst kein Nischenprodukt mehr. In Industrie, Energieversorgung und Gewerbe entscheiden sie darüber, ob teure Lastspitzen vermieden werden, ob Solarstrom wirtschaftlich genutzt wird und ob ein Betrieb bei einem Blackout eigenständig anfahren kann. Steurer plant, liefert und betreut BESS-Lösungen vom kleinen C&I-Speicher bis zum containerisierten Großspeicher – herstellerunabhängig, systemverantwortlich und mit dem Servicerahmen, der über die Inbetriebnahme hinausgeht.

Ob es um Lastspitzenkappung im Produktionsbetrieb geht, um die Eigenverbrauchsoptimierung in einem Gewerbepark oder um netzstützende Schwarzstartfähigkeit bei einem Energieversorger: Steurer bringt die Systemkenntnis für Batterietechnik, Leistungselektronik und Netzanbindung mit und übernimmt die Verantwortung für das Gesamtsystem.

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Warum Batteriespeicher heute strategisch relevant sind

Die Energiewende verändert die Anforderungen an die betriebliche Stromversorgung grundlegend. Volatile Einspeisung aus erneuerbaren Quellen, dynamische Netzentgelte und steigende Netzanschlusskosten machen Flexibilität zu einem Wettbewerbsvorteil. Wer Lasten verschieben, Spitzen kappen und Eigenverbrauch maximieren kann, spart nicht nur Betriebskosten, sondern verbessert auch seine Netzanschluss Position.

Gleichzeitig wächst das Interesse an Resilienz. Für Produktionsbetriebe, die bei einem Netzausfall auf geordnetes Abschalten angewiesen sind, für Energieversorger, die Schwarzstartfähigkeit herstellen müssen, und für Liegenschaften mit hohem Eigenverbrauchspotenzial ist ein Batteriespeicher heute weniger eine Option als eine strategische Entscheidung.

Wiederkehrende Fragen aus der Praxis: Wie groß muss mein Speicher sein, um die Lastspitze sicher zu kappen? Welche Technologie ist für mein Einsatzprofil wirtschaftlich? Wie kombiniere ich BESS mit meiner bestehenden PV-Anlage oder meiner Netzersatzanlage? Und wer übernimmt Betrieb, Wartung und die Überwachung des Systems?

Systeme, die Steurer für BESS einsetzt

Commercial & Industrial (C&I) Speicher

Für Gewerbe- und Industriebetriebe mit einem Netzanschluss im ein- bis dreistelligen Kilowattstundenbereich liefert Steurer skalierbare C&I-Speichersysteme. Je nach Anforderungsprofil kommen Lithium-Eisenphosphat (LFP) oder andere bewährte Lithium-Chemien zum Einsatz. Steurer dimensioniert den Speicher auf Basis des tatsächlichen Lastprofils – nicht nach Katalogkonfigurationen.

Containerbasierte Großspeicher

Für Energieversorger, Netzbetreiber und größere Industrieliegenschaften liefert Steurer containerbasierte BESS-Lösungen im Megawattstundenbereich. Diese Systeme sind für den Außeneinsatz vorkonfiguriert, zertifiziert und mit der erforderlichen Schutzklasse ausgeführt. Die Integration in das Schutz- und Leitsystem des Netzknotens erfolgt durch Steurer.

Hybridlösungen: BESS kombiniert mit PV und Netzersatz

Batteriespeicher entfalten ihren wirtschaftlichen Nutzen am besten im Verbund: mit einer PV-Anlage zur Eigenverbrauchsmaximierung, mit einem Notstromsystem zur Absicherung kritischer Lasten und mit einem intelligenten Energiemanagementsystem zur Steuerung der Lade- und Entladestrategie. Steurer plant diese Hybridlösungen systemisch und stellt sicher, dass die Sicherheitsfunktionen der Notstromanlage durch den Speicher nicht beeinträchtigt werden.

Energiemanagementsystem und Fernüberwachung

Ein Batteriespeicher ohne Betriebsführung ist ein unvollständiges System. Steurer integriert ein Energiemanagementsystem (EMS), das Lade- und Entladestrategie automatisch optimiert, Betriebsdaten dokumentiert und Auffälligkeiten meldet. Auf Wunsch mit Fernüberwachung und definierten Reaktionsketten für den Servicefall.

Was Steurer konkret für BESS leistet

Herstellerunabhängige Systemauslegung

Steurer ist nicht an einen Speicherhersteller gebunden. Welche Technologie und welches System in eine Anlage einzieht, entscheidet die Anforderung: Zyklenbelastung, Betriebstemperatur, Sicherheitsanforderungen, Fördermöglichkeiten und die Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus. Diese Unabhängigkeit macht den Unterschied zwischen einer Empfehlung aus dem Katalog und einer Empfehlung aus der Praxis.

Netzanschluss und Genehmigung

Batteriespeichersysteme ab einer bestimmten Größe erfordern eine Genehmigung des Netzbetreibers und müssen nach VDE-AR-N 4105 oder VDE-AR-N 4110 konform angeschlossen werden. Steurer begleitet diesen Prozess von der Voranfrage bis zur Inbetriebnahme und stellt die erforderliche technische Dokumentation für den Netzbetreiber bereit.

Betrieb, Wartung und Leistungsgarantie

Ein BESS ist ein Investitionsgut mit einem Lebenszyklus von zehn bis zwanzig Jahren. Steurer bietet Wartungsverträge, die die Batteriekapazität regelmäßig messen, die Leistungselektronik prüfen und den Betrieb dokumentieren. So behalten Betreiber die Kontrolle über den Systemzustand und können Kapazitätsverluste rechtzeitig erkennen.

Schwarzstartfähigkeit und Resilienz

Für Energieversorger und Industriebetriebe mit besonderen Anforderungen an die Versorgungssicherheit plant Steurer BESS-Systeme, die eine eigenständige Netzwiederherstellung nach einem Blackout ermöglichen. Die Auslegung erfolgt nach den Anforderungen der VDE-AR-N 4110 bzw. 4120 und wird bei der Inbetriebnahme messtechnisch nachgewiesen.

Branchenlösungen

Wo unsere Lösungen im Einsatz sind

Anforderungen an Netzersatz und USV unterscheiden sich von Branche zu Branche deutlich. Ein Krankenhaus benötigt andere Umschaltzeiten als ein Logistikzentrum, ein Netzbetreiber andere Pufferzeiten als eine Wohnimmobilie. Steurer legt jedes System auf seinen tatsächlichen Einsatzort aus. Für die wichtigsten Branchen gibt es eigene Beratungsseiten mit weiterführenden Informationen:


Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen

Operationssäle, Intensivstationen und bildgebende Diagnostik dürfen nicht ausfallen. Die DIN VDE 0100-710 schreibt für Bereiche der Gruppe 2 Umschaltzeiten unter 0,5 Sekunden vor. Steurer plant USV-Systeme und Netzersatzlösungen, die diese Anforderungen normkonform und revisionssicher erfüllen.

Stadtwerke und Energieversorger

Schwarzstartfähigkeit, Schaltanlagenpufferung und Versorgung von Leitstellen stellen besondere Anforderungen. Steurer liefert robuste Industriebatterien, USV-Systeme für Fernwirktechnik und unterstützt bei Ausschreibungen sowie Projektierung.

Industrie und Produktion

Bei automatisierten Fertigungslinien führt jeder Stromausfall zu Anlagenstillstand, Ausschuss und teurem Wiederanfahren. Eine geordnete Abschaltung über USV plus passende Pufferzeit schützt Maschinen, Werkstücke und Termintreue. Steurer legt diese Systeme auf das tatsächliche Lastprofil aus.

Wohnbaugesellschaften und Hausverwaltungen

In Gemeinschaftsgebäuden geht es um Sicherheitsbeleuchtung, Tiefgaragenversorgung und Aufzugsabsicherung. Steurer bietet hier Komplettlösungen mit Wartung aus einer Hand und Mietoptionen für kleinere Budgets.

Logistik, Bau und Fuhrparks

Wo Gabelstapler, Baugeräte und Wechselstationen zuverlässig Energie brauchen, sind passende Lade- und Pufferlösungen entscheidend. Steurer liefert flexibel und regional betreut, auch im Mietmodell.

Für jeden fall das richtige

Was Steurer konkret für Netzersatz und USV leistet

Langfristige Ersatzteilsicherheit

Industrieanlagen werden über zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre betrieben. Steurer hält Ersatzteile auch dann noch vor, wenn der Originalhersteller den Markt längst verlassen hat. Das gilt für USV-Anlagen ebenso wie für die zugehörigen Industriebatterien und Gleichrichter.

Systemverantwortung statt Komponentenhandel

Steurer verkauft keine Einzelgeräte, sondern verantwortet die Funktion des Gesamtsystems. Das schließt Schnittstellen zur Gebäudeleittechnik, zum Netzanschluss und zu vorhandenen Anlagen ausdrücklich ein. Ein Ansprechpartner für Planung, Lieferung, Installation und Service spart Zeit und vermeidet Verantwortungslücken zwischen Gewerken.

Eigene Service- und Prüftechnik

Belastungswiderstände, elektronische Lasten und Torkel-Prüfgeräte sind bei Steurer Kerngeschäft, nicht Zubehör. Batteriekapazitäten werden unter realer Last gemessen. Schwächen werden erkannt, bevor sie im Ernstfall sichtbar werden, und vor allem bevor sie dokumentationspflichtig auffallen.

Herstellerunabhängige Auswahl

Steurer ist nicht auf eine Marke festgelegt. Welche Komponenten in das System einziehen, entscheidet die technische Anforderung und nicht der Vertriebskatalog eines einzelnen Lieferanten. So entstehen Lösungen, die für den jeweiligen Einsatzfall wirtschaftlich und technisch passen.

Mietlösungen für Übergangs- und Sonderfälle

Während einer Sanierung, einer Großveranstaltung oder bis zur Neuinstallation stellt Steurer mobile USV- und Netzersatzeinheiten zur Verfügung. Kurzfristig verfügbar, regional betreut, mit klar kalkulierter Mietkondition.

FAQ

Fragen und Antworten

Das ergibt sich aus dem Lastprofil und dem Anwendungszweck. Für reine Lastspitzenkappung orientiert sich die Dimensionierung an der zu kappenden Spitzenlast und der erforderlichen Entladedauer. Für Eigenverbrauchsoptimierung in Kombination mit PV ist der tägliche Überschuss entscheidend. Steurer analysiert das Lastprofil und gibt eine neutrale Empfehlung, die technische und wirtschaftliche Anforderungen verbindet.

Lithium-Eisenphosphat (LFP) hat sich für C&I-Anwendungen in Deutschland weitgehend als Standard etabliert. Die Technologie bietet eine hohe Zyklenbeständigkeit, gute Sicherheitseigenschaften und ist in einem breiten Leistungsbereich verfügbar. Für Hochtemperaturanwendungen, kurzzeitige Hochleistungsentnahmen oder spezifische Sicherheitsanforderungen können andere Chemien sinnvoll sein. Steurer berät herstellerunabhängig.

Die Kombination ist technisch möglich und oft sinnvoll: Der Speicher übernimmt Kurzzeitereignisse und Lastoptimierung, die Netzersatzanlage sichert längere Ausfälle ab. Voraussetzung ist eine durchgängige Steuerungsarchitektur, die beide Systeme koordiniert und die Priorität der Sicherheitsfunktionen gewährleistet. Steurer plant diese Integration systemisch und übernimmt die Verantwortung für das Gesamtverhalten.

Die Förderlandschaft für gewerbliche Batteriespeicher ändert sich regelmäßig. Bundesweite Programme (KfW, BAFA) und länderspezifische Förderungen können die Investitionskosten erheblich reduzieren. Steurer informiert im Erstgespräch über aktuelle Fördermöglichkeiten und kann bei der technischen Dokumentation für Förderanträge unterstützen. Eine verbindliche Förderberatung sollte durch einen unabhängigen Energieberater oder Steuerberater erfolgen.

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